München, Bier und Hofbräuhaus – das gehört schon seit 400 Jahren zusammen. Seit dem frühen 19.Jahrhundert ist die Schankstätte im Herzen der Stadt ein Anziehungspunkt für Münchner und Reisende aus allen Ländern. Das schmackhafte Bier, die traditionellen Spezialitäten, und seine Geschichte haben den Bierpalast am Platzl zum berühmtesten Wirtshaus der Welt gemacht.
Im Hofbräuhaus gibt es keinen Ruhetag, selbst an Weihnachten wird niemand vor verschlossenen Türen stehen. An Spitzentagen werden hier sogar bis zu 30.000 Besucher erwartet. In der so genannten Schwemme, dem Herzstück des Hofbräuhauses, standen vor über hundert Jahren noch Brauanlagen. Heute bietet die Schwemme über 1000 Menschen Platz, davon sind etwa die Hälfte Stammgäste.
Das Hofbräuhaus wurde am 27. September 1589 auf dem Gelände der damaligen Münchner Herrscherresidenz vom Herzog Wilhelm V. gegründet. Dieses erste Hofbräuhaus existierte bis ins Jahr 1808 und lag nur wenige Schritte vom heutigen Brauhaus entfernt. Erhalten blieb davon nur die Gründungsurkunde. Bald darauf sollte am Platzl gegenüber dem alten Orlandohaus ein zweites Hofbräuhaus entstehen. Maximilian I., der neue Herrscher Bayerns errichtete 1607 sein herzogliches Weißbierbrauhaus und schuf damit das historische Fundament für das heutige Hofbräuhaus.
Ob in der Schwemme, im Bräustüberl oder unter schattenspendenden Kastanien im Biergarten, das Hofbräuhaus ist zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit ein Anziehungspunkt. Bayerische Spezialitäten gibt es von früh bis spät und schon im Morgengrauen wird täglich ein ganz besonderes Münchner Schmankerl frisch produziert. Kenner zieht es wegen dieser Köstlichkeit bereits zum Frühstück ins Hofbräuhaus.
Die Hauptattraktion hier ist natürlich das süffige Hofbräu-Bier: der Klassiker, das Helle „Hofbräu Original“ verkörpert wie kein anderes Bier die besondere Atmosphäre der Biermetropole Münchens. Sein erfrischendes und feinherbes Aroma haben es weltberühmt gemacht. Dunkles Bier gab es in Bayern lange vor dem Hellen. Und so war es auch Dunkles, das als erstes Bier in der Geschichte der Brauerei gebraut wurde. Das „Hofbräu Dunkel“ – der Urtyp des bayerischen Bieres hat bis heute nichts von seiner Beliebtheit verloren. Einst war es herzogliches Privileg Weißbier zu brauen, nicht nur deshalb ist die „Münchner Weisse“ etwas ganz Besonderes.
Was gibt es denn Schöneres, als den Durst mit einem feinhefigen Weißbier zu löschen und sich dabei „herzoglich privilegiert” zu fühlen? … Prost….













